Familienaufstellung: Esoterik oder ernstzunehmende Methode?
- Alexandra Cording
- 21. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Ich erzähl dir einfach mal, was bei einer Familienaufstellung wirklich passiert. Nicht die Theorie, sondern das, was du erleben würdest, wenn du bei mir sitzt.

Kennst du das? Du landest ständig an derselben Stelle, egal wie sehr du dich anders entscheiden willst. In der Beziehung. Bei der einen Entscheidung, vor der du immer wieder zurückweichst. Im Umgang mit dir selbst. Du redest mit Freunden drüber, du denkst drüber nach und irgendwie ändert sich einfach nichts.
Genau da wird's interessant.
Kurz zur Erklärung, worum's überhaupt geht
Familienaufstellung kommt aus der systemischen Arbeit. Die Grundidee: Vieles, was uns heute beschäftigt, hat mit Beziehungen und Rollen zu tun, die wir irgendwann übernommen haben, meistens ohne es zu merken. Muster aus der Familie zum Beispiel, die einfach weiterwirken, auch wenn du dir überhaupt nicht erklären kannst, warum.
Statt endlos drüber zu reden, machen wir das im Raum sichtbar. Klingt erstmal abstrakt, ist es aber nicht, wenn du einmal drin warst.
Und ja, ich weiß, viele haben da sofort ein Bild im Kopf: Räucherstäbchen, esoterischer Kreis, irgendwer verkündet "die Wahrheit". Kann ich verstehen, die Methode wurde auch schon oft genug unsauber angewendet. Bei mir läuft's anders. Aber dazu gleich mehr.
Wie das eigentlich abläuft
Wir starten nicht mit irgendeiner Aufstellung, sondern erstmal ganz normal mit einem Gespräch. Was beschäftigt dich? Was nervt dich schon eine Weile? Und aus diesem Anliegen heraus wählst du dann Figuren oder Menschen, die im Raum für bestimmte Personen oder Themen stehen. Ganz intuitiv, es gibt kein Richtig oder Falsch dabei. Sobald das Bild steht, entsteht eine Dynamik auf dem Feld und mit der gehen wir dann gemeinsam mit.
Der Teil, der wirklich krass ist
Jetzt kommt der Part, über den ich am liebsten erzähle, weil er einfach der spannendste ist.
Wenn du als Stellvertreter für jemand anderen im Raum stehst, merkst du plötzlich Sachen. Ein Gefühl, das nicht deins zu sein scheint. Einen Gedanken. Manchmal sogar eine Formulierung, die haargenau zu der Person passt, die du gerade darstellst, obwohl du sie nicht mal kennst.
Ja, ich weiß, wie sich das anhört. Beim ersten Mal ist das wirklich spooky. Du sitzt da und denkst dir: wie kann das sein?
Du bleibst dabei aber komplett du selbst. Niemand übernimmt dich, du wirst nicht zu einem anderen Menschen, du behältst die ganze Zeit die Kontrolle. Es fühlt sich eher an, als würdest du für einen Moment etwas mitkriegen, das sonst unsichtbar bleibt.
Ich erklär mir das immer so: Wir hängen alle irgendwie zusammen, wie an einem Mobile. Bewegt sich ein Teil, wackelt der Rest mit. In der Aufstellung spürst du das plötzlich ganz konkret, nicht nur theoretisch.
Für wen das was ist
Du brauchst kein fein sortiertes Thema mit Überschrift. Reicht völlig, wenn du merkst: hier komm ich einfach nicht weiter. Deine Familie muss übrigens nicht dabei sein. Ich arbeite auch super mit Figuren oder inneren Bildern, im Einzelsetting, auch online.
Probier das mal aus, bevor du überhaupt buchst.
Frag dich kurz: Welche Situation wiederholt sich bei dir eigentlich ständig? Eine Beziehung, die immer gleich läuft? Eine Entscheidung, vor der du jedes Mal kneifst?
Schreib dir das einfach mal hin. Nicht erklären, nicht analysieren, einfach nur hinschreiben. Genau dieser eine Satz reicht mir schon als Ausgangspunkt.
Noch 2-3 Sachen für den Alltag
Auf Wiederholungen achten:
Merkst du, dass du an einem ähnlichen Punkt landest wie schon oft zuvor? Notier's dir kurz. Nach ein paar Wochen siehst du oft ein Muster, das dir vorher gar nicht bewusst war.
Auf deinen Körper hören:
Manche Themen melden sich zuerst körperlich, ein Ziehen, ein Engegefühl, noch bevor der Kopf überhaupt kapiert, worum's geht. Nimm das ernst.
Deine Rolle in der Familie anschauen:
Wer hat vermittelt, wer hat sich zurückgezogen, wer hat immer alles geregelt? Diese Rollen aus früher wirken oft länger nach, als man denkt.
Kurz gesagt
Familienaufstellung ist nicht das esoterische Räucherstäbchen-Ding, für das viele es halten. Es ist eher verblüffend direkt. Du musst vorher nicht verstehen, wie es funktioniert. Das darfst du danach.
Wenn du merkst, dass du feststeckst und Reden allein nicht mehr reicht, schauen wir es uns gerne gemeinsam an.
Ich freue mich auf dich!
Hier direkt die Möglichkeit für ein unverbindliches Erstgespräch.
Herzlichst Alexandra Cording



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